Der jetzt gezeigte Satz, die "Kölner Krippe" wurde auch als "Altdeutsche Krippe" bezeichnet und als solche außerhalb Kölns verkauft. Der Figurensatz trägt die Marke der Gipsfigurenfabrik Schmidt & Heckner, ist von der 18er Kollektionsgröße und heiß begehrt, weil er in verschiedener Hinsicht besonders ist. Zum einen umfasst der Komplettsatz nur 19 Einzelteile, weil 3 der Schafe, aber auch Ochs´ & Esel und Elefant samt Treiber als Blöcke (Einzeldarstellungen, die mehr als eine Figur zeigen) gearbeitet sind.

 

Neben dem 3er Block, der den Widder enthält, gibt es noch ein fressendes, ein schauendes sowie liegendes Schaf, ein possierliches Lamm und das "Glockenschaf". Das Glockenschaf ist im Gegensatz zu seinen Artgenossen nicht extra für die "Kölner Krippe" entworfen worden. Viel mehr  handelt es sich bei dieser Figur um das Modell des linksschauenden Schafs aus der Orient Krippe, welches mit Halsband und Glöckchen versehen worden ist. Zur Ergänzung dieser Schafherde griffen viele Eigentümer der "Kölner Krippe" auf Schafe aus der "Orient Krippe" zurück. Einen Satz dieser Schafe, zeige ich hier im Anschluss an die Fotos von den regulären Figuren aus der "Kölner Krippe".

 

Der Mohr führt kein Geschenk, dafür einen Schleppenträger mit sich, der eine Einzelfigur (als so genannte Anstellfigur gearbeitet) ist. Ein Kamel gibt es eigentlich nicht, dafür einen stattlichen Elefanten, der einen Zeltaufbau und seinen Mahut (Treiber sonst Einzelfigur) auf dem Rücken trägt. Abermals zur Ergänzung, dieses Mal aber der des Königszuges, dienten vielen Eigentümern der "Kölner Krippe" Kamel und Treiber aus der "Orient Krippe". Auch diese beliebten Ergänzungsstücke, zeige ich hier. Der Treiber, als jugendlicher Mohr gestaltet, ist hier in der sehr seltenen Ausführung mit blauem Fez zu sehen. Die weitaus gängigere Variante dieses Modells trug hingegen einen roten Fez.

 

Der Gloriaengel ist eine niedliche, pummelige Putte und hat mit einem heroischen Himmelswesen eher wenig gemein. Zuletzt sei noch erwähnt, dass der Josef in der linken Hand eine Bohrung hat, mittels derer er eine Laterne halten kann. Aber über alle diese Besonderheiten hinaus, handelt es sich einfach um ein besonders schönes Beispiel von Weihnachtskrippe.

 

Diese Figuren habe ich stark beschädigt gekauft und in noch schlimmeren Zustand erhalten, da sie schlecht verpackt und so beim Transport entzwei gegangen waren. Ich habe sie am 2. Weihnachtstag 2010 restauriert- bis auf den geklebten Kopf des hl. Josefs. Dieser Krippensatz wurde auch in 13 cm Kollektionsgröße gefertigt. Etliche Modelle aus der "Kölner Krippe" werden heute noch aus Kunstharz gegossen.

Guido H. Espers Krippenkabinett | Weihnachtskrippen | Krippenfiguren | Gipsfiguren