Die "Hirtenkrippe" von Peter Girmes, Kevelaer ist ein weiteres typisches Nachkriegsprodukt aus Kevelaerer Gipsfigurenwerkstätten. Der Entwurf stammt abermals von Karl van Meegen, wobei den Neuentwürfen alte Modelle von Ochse, Esel, Schafen und ein modifiertes Jesuskind (altes GDK Modell) hinzugesellt worden sind. Die Polychromie ist ebenso typisch für die Zeit ab den 1950er Jahren: Farbenfroh und rationell mit Sprühpistolen aufgetragen, lediglich die Feinzeichnungen wie Augen, Augenbrauen, Mundpartie und Wangenrot sind final per Pinsel aufgebracht worden- was ebenso für das Abstreichen der Sockel mit grüner Farbe gilt.

 

Insgesamt bietet dieser Satz ein beachtenswert ausgeformtes Ensemble. Das Kamel mit dem Treiber sind besonders imposant aber auch der Hirte, welcher den störrischen Widder packt, ist ein selten dynamisches Modell.

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